Samstag, 7. April 2012

Sonne, Strand und Meer - auf 3000 Metern

Aussicht auf den playa blanca
Da hier dank Ostern auch gerade alle frei haben, sind wir gestern zum Lago de Tota aufgebrochen, dem größten See Kolumbiens.
Um dort hin zu gelangen mussten wir erst einmal über einen 4.000 Meter hohen Berg, die Straße war unheimlich kurvig und ich hatte nicht nur einmal Angst, dass mein Gastvater die nächste Kurve nicht mehr packt und wir abstürzen ;)
Die Aussicht von dort oben hat aber alle Ängste belohnt: Der See liegt wunderschön umgeben von Bergen und in der Sonne hatte das Wasser viele verschiedene Farben.
Oben kam einem der "Duft" der Zwiebelfelder entgegen, die fast den gesamten See säumen. Durch diese hindurch ging es bis zum Hauptort Aquitania. Dort haben wir leckere Regenbogenforellen gegessen, die im See gefangen werden.
Weiter ging es bis zum Playa blanca, der Hauptattraktion. Ich hatte zwar schon davon gehört, konnte es mir aber nicht so richtig vorstellen. Doch es ist wirklich wahr: Ein weißer, feiner Sandstrand mit türkisblauem Wasser und das auf 3000 Meter Höhe. Es sieht aus wie am Meer und mit dem Sonnenschein kam es mir fast ein bisschen vor wie in der Karibik.
Aufgrund der Höhe schwanken die Temperaturen zwischen 0 und 25 Grad, wir hatten aber Glück, die Sonne schien und es war recht warm. Das Wasser war mir mit 12 Grad jedoch etwas zu kalt für ein Bad und so bin ich nur mit den Füßen hinein.
Ansonsten herrschte jedoch absolutes Strandfeeling: Die Kinder bauten Sandburgen, die älteren Leute bräunten sich und spielten Volleyball und einige Mutige stürzten sich sogar in die Fluten.
Ein wunderbares Erlebnis ...
Nachdem die Sonne weg war und es kälter wurde sind wir zu verschiedenen typischen Dörfchen gefahren. Jedes Dorf ist mehr oder weniger gleich aufgebaut: In der Mitte liegt der Hauptplatz mit der Kirche und drum herum reihen sich die Häuser im Schachbrettmuster. Das schönste ist jedoch die Landschaft: Sattgrüne Berge, Wiesen und Wälder, soweit das Auge reicht. So hatte ich mir immer die Anden vorgestellt.
Und wofür sind diese Dörfer noch bekannt? Ffür den ungemeinen Bierkonsum ihrer Einwohner, teilweise findet man im ganzen Ort mit seinen zig Läden nicht eine Wasserflasche. Es wird nur Bier verkauft und überall sitzen die Leute und trinken. Ich sage euch, das Hofbräuhaus ist nichts dagegen.
In jedem Dorf gibt es jedoch auch eine Spezialität, die wir natürlich alle probiert haben: Almojabana (Maisbrötchen), Arepa (Maisfladen mit Käse gefüllt) und Nachtische.

Frohe Ostern wünschte euch Judith

über dem See


am Strand

mein Gastvater mit meiner Nichte

unsere Sandburg

die Anden

Karfreitagsprozession: Männer tragen hier den traditionellen Ruana


Dörfchen in den Anden

Hauptplatz mit Kirche

Schlemmern an den Nachtischständen

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